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Schweizer Freunde gratulieren originell
Vereinsjubiläum: Akademische Feier beim „Handharmonika- und Akkordeon-Club 1934 Rüsselsheim-Haßloch
Main-Spitze vom 11.05.2009

(Von Karl-Gerhard Guttandin) Locker, heiter, aber dennoch sehr würdig feierte am Samstag der „Handharmonika- und Akkordeon-Club 1934 Rüsselsheim-Haßloch“ 75 Jahre Bestehen mit einem Festakt in der Königstädter Pfarrkirche St. Johannes. Dabei bildeten der Rückblick des Schirmherrn, Bürgermeister Jo Dreiseitel, auf die wechselvolle Vereinsgeschichte sowie zahlreiche bedeutende Ehrungen die Höhepunkte. Die Verdienste von Adam Alt wurden mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt.

Vorsitzender Michael Auth betonte bei seiner Begrüßung der zahlreichen Ehrengäste und Gäste die Verwurzelung des Vereins in Haßloch, der Teil der dortigen Vereinskultur sei. Auth erinnerte auch an die Kontinuität dieses Vereins, der seit Bestehen erst sieben Vorsitzende gehabt habe und nannte besonders Walter Zaske (Vorsitzender von 1974 bis 1991), der mit seiner damaligen Jugendarbeit in den siebziger Jahren den Grundstock der heutigen Aktiven und Verantwortlichen im Verein gelegt habe.

„Die Menschen im Verein sind unser Gerüst“, sagte Auth und nannte viele Beispiele von Aktivitäten, die den Verein zu einer großen Familie zusammenwachsen ließen. Das solle so bleiben, damit auch das hundertjährige Bestehen gefeiert werden könne.

In diesem Zusammenhang skizzierte der Vorsitzende auch die Leistungen der Dirigenten und besonders des derzeitigen Leiters Ingolf Schneider, der bereits 26 Jahre die musikalische Verantwortung trägt. „Es ist für uns selbst ein Geschenk, unsere Mitmenschen mit unserer Musik zu beglücken“, fasste Auth das Anliegen des Vereins zusammen.

Das gelang auch in der Feierstunde vorzüglich, denn das „Ensemble Septime“ aus sieben Aktiven des Vereins hatte die musikalische Gestaltung des Festaktes übernommen und mit dem Tango „Olé Quapa“ aus dem Gründungsjahr 1934 den Bogen gespannt bis zu aktueller Musik und versetzte die Zuhörer mit dem letzten Stück „in eine Gondel im Canale Grande in Venedig“, wie der Vorsitzende in seiner Moderation erläuterte.

Besonders dankte Auth der zwölf Jahre alten Caroline Schneider und der sechzehnjährigen Martina Zaske für ihre Klarinettenbegleitungen bei dem „Tango Nuovo“, der als „argentinische Ave Maria“ bekannt sei.

Schirmherr Jo Dreiseitel blickte nicht nur zurück, sondern lobte die Zukunftsfähigkeit des Vereins, der mit einer neuen musikalischen Ausrichtung, die von klassisch bis modern reicht, mit neuen Instrumenten, die die Klangfülle vergrößerten, und mit neuer Nachwuchsarbeit, die die Schulen mit einbeziehe, auf einem gutem Weg sei. Dreiseitel unterstrich auch, dass „die Zusammenarbeit des Handharmonika- und Akkordeon-Clubs mit anderen Rüsselsheimer Akkordeonvereinen ein Glücksfall für Rüsselsheim selbst“ sei, der darin münde, dass es 2010 erstmals in Hessen in Rüsselsheim einen Jazz-Rock-Pop-Workshop für Akkordeonspieler geben werde.

In heiter-launischer Weise gratulierten Rainer Zogeiser für den Stadtverband der kulturellen Vereine, Friedel Roosen für die Haßlocher Kerwegesellschaft und den Verein Mir Haßlicher und Frank Jung für die Feuerwehr in Haßloch. Als Schweizer Wanderbursche mit Stock und Rucksack kam der Vorsitzende des seit fünf Jahren befreundeten Schweizer Vereins HC Biberist bei Solothurn, Daniel Schüpbach, und brachte neben den Grußworten seines Vereins und der Gemeinde einen ganzen Schweizer Käse mit. „Der passt zu Apfelwein, Wein, Bier und auch zu Brot“, sagte Schüpbach bei der überreichung an den überraschten Vorsitzenden Michael Auth in Anspielung auf manche vergangene Apfelweinprobe in Haßloch.

Für den Bayerischen Verein „Tastenfreunde Freyung“, zu dem ebenfalls seit langem gute Beziehungen bestehen, überreichte deren Kassiererin Andrea Seidl das Geburtstagsgeschenk.

Beim Festakt wurden die vieljährigen Mitglieder Karl-Heinz Müller (zwanzig Jahr aktiv), Otto Ehnert, Peter Jarosch, Anita Mathes, Gisela Mößeler, Peter Mößeler und Christoph Mößeler (alle 25 Jahre Mitglied), sowie Paul Hartmann und Ursula Schneider (beide 60 Jahre Mitglied) geehrt. Die Ehrung des Gründungsmitgliedes Ludwig Müller für 75 Jahre Vereinstreue war wegen einer Erkrankung Müllers nicht möglich.

Der Deutsche Handharmonikaverband (DHV) ehrte mit Urkunde und goldener Verbandsnadel für vieljähriges aktives Musizieren Martina Massing (25 Jahre), Walter Massing und Ingolf Schneider (beide 40 Jahre). Für den DHV sprach vom Landesverband Hessen dessen Bezirksvorsitzender Hans-Rüdiger Klein und ehrte zugleich den Verein selbst mit Urkunde und einer Skulptur zu dessen Jubiläum.

„Wo könnten diese Präsente besser aufbewahrt werden, als bei Adam Alt, stellte Vorsitzender Auth fest, denn dieser sei nicht nur jahrzehntelang Mitglied, sondern auch schon 40 Jahre ununterbrochen der Kassierer des Vereins. Der Verein überreichte daher das Geschenk des Landesverbandes an Alt weiter und ernannte ihn zugleich in Anbetracht seiner großen Verdienste zum Ehrenmitglied.

Mit einem festlichen Jubiläumsball in der Gerhart-Hauptmann-Schule klang der Festtag aus. Die knapp zweihundert Besucher konnten sich bei Wolfgang Russ und seiner AVS-Tanzband entspannen oder das festliche warme und kalte Buffet genießen. Die Jubelfeiern sind damit aber noch nicht zu Ende, denn sie wurden über das ganze Jahr verteilt. Ein weiterer Höhepunkt ist das große Konzert im Herbst im Theater mit den Orchestern des Vereins, des HC Biberist, und mehrerer Gruppen der Immanuel-Kant-Schule, darunter den Swingles, dem Herrensalon und Filou. Mehr über den Verein gibt via Internet unter info@hac1934.de.

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